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Sieben Selbstverpflichtungen

  1. Mit meiner Arbeit diene ich der Öffentlichkeit. Ich bin mir bewusst, dass ich nichts unternehmen darf, was die Öffentlichkeit zu irrigen Schlüssen und falschem Verhalten veranlasst. Ich habe wahrhaftig zu sein.
  2. Mit meiner Arbeit stehe ich in den Diensten eines Auftrag- oder Arbeitgebers. Ich verpflichte mich, ein redlicher Anwalt seiner Interessen zu sein und ihn vor Schaden zu bewahren.
  3. Mit meiner Arbeit bin ich in das Wirken einer Organisation eingebunden. Ich stehe loyal zu den Zielen und der Politik dieser Organisation, solange sich beides mit der Würde des Menschen und seinen Grundrechten sowie darauf gegründetem Recht und Gesetz vereinbaren lässt.
  4. Eine Organisation, die es durch ihr Kommunikationsverhalten an Achtung für Menschen und an Fairness zu anderen Organisationen fehlen lässt, werde ich – falls ich für sie arbeite – nach Kräften zu Korrekturen anhalten. Nötigenfalls werde ich den Auftrag zurückgeben.
  5. Ich informiere nach bestem Wissen und Gewissen. Gegenüber Journalisten und anderen Trägern öffentlicher Verantwortung wende ich keine unlauteren Mittel an. Ich verleite sie nicht zu Vorteilsannahmen.
  6. Die Unabhängigkeit und Freiheit meiner Gesprächspartner werde ich achten und daher ihnen gegenüber keine Machtmittel einsetzen. Ich enthalte mich insbesondere jeder Nötigung.
  7. Öffentlichkeitsarbeit sehe ich als eine notwendige Aufgabe an, um Vertrauen zu schaffen, Öffentlichkeit herzustellen und gegebenenfalls auch das eigene Verhalten zu überprüfen. Ich werde daher dem Ansehen meines Berufsstandes absichtlich keinen Schaden zufügen.

Der Code d'Athènes ist die Grundlage der Moralkodizes vieler PR-Verbände. Er wurde 1965 in Athen von der Generalversammlung des Centre Europeen des Relations Publiques (CERP) beschlossen, der Dachorganisation der europäischen PR-Berufsverbände. Die DPRG übernahm den Kodex am 31. August 1966. Der Code de Lisbonne ist der Europäische Kodex für ein professionelles Verhalten in der Öffentlichkeitsarbeit und wurde von der CERP 1978 angenommen. Die DPRG hat ihn 1980 mit Einschränkungen übernommen.

Eine Zusammenstellung wichtiger Kodizes für die PR-Branche sowie Informationen über die Arbeit der freiwilligen Selbstkontrolle der in Deutschland tätigen PR-Fachleute und Beschwerdemöglichkeiten gibt es auf der Webseite des DRPR.